Steinnüsse statt Elfenbein

Hallo Leute!

Ich hab es wiedermal getan! Still und heimlich habe ich mich in eine Art Winterruhe verzogen und hier alles ein wenig still stehen lassen. Aber das heißt ja nicht das ich nicht offline alle Hände voll zu tun habe. Der Weihnachtsstressfaktor war dieses Jahr nicht ohne. Ich war selten so eingepackt im Dezember… und das nicht nur kleidungstechnisch 😉

Diesmal gibts mal etwas Materialkunde! Denn was mich heute zum Bloggen gebracht hat ist das hier:

20161230_173319Taguanüsse! Sie stammen von der in Süd- und Zentralamerika beheimateten Steinnusspalme, Phytelephas macrocarpa, und werden wegen ihrer Härte nach 1-2 jähriger Lagerung auch Stein- bzw. wegen ihrer schönen Farbe, wenn sie geschliffen werden, Elfenbeinnüsse genannt.
Und ich kann euch versichern, diese Nuss hat sich beide Namen wirklich verdient! Wenn man erst mal die braune Außenhaut abgefeilt hat ist die Farbe schön elfenbeinartig… und man hat auch das Gefühl gerade eher einen Stein bearbeitet zu haben.

Die Nüsse werden eigentlich schon bereits seit Jahrhunderten als Elfenbeinersatz bei Einlegearbeiten und Schmuck verwendet. Sie wurden seit den 1820er Jahren vor allem als Ballast auf Schiffen nach Europa gebracht und fanden Verwendung bei der Herstellung von Knöpfen und Dergleichen. Nach dem zweiten Weltkrieg verschwand die Nuss allmählich wieder vom Markt, da synthetische Stoffe immer günstiger wurden.

Nun, ein paar Jahrzehnte später, ist sie wieder da und findet erneut Verwendung für kleine Schnitz-/Drechselarbeiten oder zur Schmuckherstellung.
Jede Nuss hat ein kleines Loch da wo die Nuss mit der Frucht verbunden war und ist zwischen 3 und 5cm groß.

Ich habe also seit ein paar Tagen einige dieser Nüsse herumliegen und mich bereits mal an einer zu Testzwecken versucht, wo ich noch nicht ganz fertig bin damit. Frei nach dem Motto „Versuch  macht klug“ und „wenn sie hin ist, ist sie hin“.  Also seid gespannt was bei meiner ersten Nuss rauskommt, ich bin es auch!

Angenehmen Abend noch, ich muss jetzt den nächsten Aufsatz in den Dremel spannen…
Eure Sarah

12 Kommentare zu “Steinnüsse statt Elfenbein”

  1. Schön mal wieder ein wenig in Deine Werkstatt schauen zu können.
    Ich hatte schon die Befürchtung, Dein neuer Mann hätte eifersüchtig die Tür zugesperrt 😉

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  2. Haha, keine Sorge, da hätte ich sonst schon die Tür raus montiert 😉 Ich hatte ein kleines Inspirationstief und jetzt wieder zu viele „Eisen gleichzeitigim Feuer“.
    Schön das du noch da bist nachdem ich so lange futsch war!

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  3. Und dann kommst Du gleich mit so nem Knaller wieder 😉
    Ich habe vor einiger Zeit auf einem Mittelaltermarkt mal Steinnuss gesehen. Da sind schicke Sachen mit möglich. Ich bin also gespannt 🙂

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  4. Ich hab mir auch im Netz angesehen was da alles möglich ist und Wow! SOWAS werd ich nie hin bekommen. Da müsste ich sonst den Lederteil „begraben“. Aber das Herumdremeln macht Spaß und wenn ich nicht grad an der Nuss arbeite hängt sie schon um meinen Hals ;p

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